Der Mathematikunterricht findet in den Jahrgängen 5 und 6 im Klassenverbund statt. Die Schülerinnen und Schüler sollen miteinander lernen. Individuelle Stärken werden unterstützt, Defizite benannt und abgebaut. Dazu werden Zeiten für individuelles Lernen eingerichtet.
"Der Mathematikunterricht entwickelt ein Verständnis für die Rolle der Mathematik in
der sozialen, kulturellen und technischen Welt. Er entfaltet die Fähigkeit der Schülerinnen
und Schüler, Sachverhalte unter mathematischen Gesichtspunkten zu beschreiben
sowie die Mathematik aktiv zu nutzen, um Anforderungen des gegenwärtigen und
zukünftigen Lebens zu bewältigen." (Zitat aus dem Rahmenplan Mathematik)
An der GSH werden dazu Lernsituationen genutzt, die sich aus dem Zusammenleben an der neuen Schule ergeben. Als Lehrbuch steht dafür "mathe live" zur Verfügung.
Beispiele aus Klasse 5:
· Wir lernen uns kennen! Schülerinnen und Schüler sammeln Informationen über ihre Mitschüler und stellen sie in Diagrammen dar.
· Unsere neue Schule! Entfernungen, die Größe von Gegenständen, Räumen und Gebäuden werden bestimmt und festgehalten.
· Was kostet eigentlich ein Haustier? Schülerinnen und Schüler berichten von ihren Haustieren, ermitteln Preise und berechnen monatliche und jährliche Kosten.
Im Bereich Geometrie lernen die Schülerinnen und Schüler sehr gerne mit der Gummiband-Geometrie (zu Flächen und Winkeln) sowie mit Polydron-Bausätzen (zu Körpern und Netzen). Dabei werden die Holzbretter der Gummiband-Geometrie von den Kindern im Arbeitslehreunterricht selbst hergestellt und dann im Mathematikunterricht der Klassen 5 bis 7 eingesetzt.
Damit in höheren Jahrgängen alle Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Möglichkeiten gefordert und gefördert werden können, findet ab Jahrgang 7 eine äußere Leistungsdifferenzierung statt. Gemeinsam mit Parallelklassen werden die Schüler in Ier- und IIer-Kurse eingeteilt.
Der Unterricht in IIer-Kursen erfolgt langsamer und eher in kleinen Schritten. In Ier-Kursen wird ein höheres Abstraktionsniveau erreicht, die Anforderungen an selbstständiges Arbeiten sind höher.
Hier zwei Aufgabenbeispiele aus dem Bereich der Bruchrechnung (PDF-Dateien):
· Lernsituation "Gerechtes Teilen": Ier-Kurs ,
IIer-Kurs
· Anwendung Bruchrechnung: Ier-Kurs, IIer-Kurs
Diese äußere Leistungsdifferenzierung wird bis zur 10. Klasse beibehalten. In den Jahrgangsstufen 8-10 wird das Prinzip der "Lernsituationen" durch das "kompetenzorientierte Lernen" ersetzt. Damit wird den KMK-Anforderungen entsprochen. Die Schüler weisen ihre erworbenen Kompetenzen in zentral geregelten Abschlussprüfungen (Jahrgänge 9 und 10) nach.
In Klasse 11 der Oberstufe erfolgt zunächst eine Vorbereitung auf die Studienstufe (Klasse 12 und 13). Dort können die Schülerinnen und Schüler dann Kurse auf grundlegendem oder erhöhtem Niveau wählen. Die schriftlichen Abituraufgaben werden zentral gestellt und sind für Stadtteilschulen und Gymnasien gleich.
Wilhelm Haars
|
|