Die Kulturbehörde der Hansestadt Hamburg hat in den Jahren 2005 bis 2008 erstmalig drei Schulen in Hamburg, die sich um den Titel "Pilotschule Kultur" beworben hatten, gefördert. Diese Schulen hatten sich bis zum Zeitpunkt der Bewerbung schon durch Arbeitsschwerpunkte im Bereich Kultur ausgezeichnet. Die GSH tat dies durch ihre Musicals und den bekannten Gospeltrain.
Die Pilotschulen Kultur haben durch ihre Auswahl den Auftrag erhalten:
- Künstler der Hansestadt, vorzugsweise aus ihrem Stadtteil, in den Schulen zu beschäftigen. Dazu sollen Wege im Schulalltag und weitere finanzielle Mittel gefunden werden, dies auch in Zukunft, dann jedoch ohne die Förderung durch die Stadt, durchführen zu können. Die Förderung mit 10.000 Euro beinhaltet schon jetzt die Vorgabe, den gleichen Betrag durch Sponsoren oder andere Einnahmen zusätzlich aufzubringen. Die Förderung läuft zwei Jahre lang.
- Die Künstler sollen die Schüler mit ihrer Arbeitsweise bekannt machen und so ihren Beruf in die Schule tragen.
- Die Schüler erhalten einen unmittelbaren Zugang zum kulturellen Schaffen durch die Künstler selbst und arbeiten mit ihnen gemeinsam in Projekten. Ziel der Projekte ist der Auftritt, die Ausstellung, die Präsentation in der Schule und im Stadtteil.
- Hinter der Kulturschulen-Idee steht die didaktische Überzeugung, dass sich Schülerinnen und Schüler über die Kulturprojekte mit wichtigen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen, dass sie zur Selbstreflexion und zum Selbstausdruck angeregt und ihre so genannten Sekundärtugenden befördert werden. Wer sich künstlerisch ausdrücken kann und dies in einer Aufführung oder einer Ausstellung zeigt, erfährt eine Bestätigung seiner selbst und lernt den Ausdruck anderer zu begreifen und wertzuschätzen. Dadurch trägt Kultur zur Bildung einer selbstbewussten und offenen Persönlichkeit bei, der Basis unserer demokratischen Gesellschaft.
Anke Schultz
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